Spiritualität

Dies ist ein Betrag zur Blogparade:  “Deine Spiritualität und Du” von Bergzauberin.de 

Was ist Spiritualität?

Das ist eine gute Frage. Ich habe mich jahrelang mit dem Thema beschäftigt und habe immer noch keine klare Antwort. Beziehungsweise die Antwort die ich hatte, stimmt nicht mehr.

Denn ich wohne mit einem spirituellen Lehrer zusammen.

Und was das mit der Frage der Spiritualität bei mir gemacht hat, erzähle ich dir jetzt.

Eigentlich dachte ich bisher immer, dass Spirituelle Menschen auf Festivals gehen wie das Rainbow Gathering, nach Indien oder nach Bali reisen im Winter um wieder neuen Input zu bekommen von ihrem wahren spirituellen Meister, oder sich erstmal überhaupt einen suchen.

Denn du kannst ja nicht spirituell sein ohne Guru, oder?

Auf dem Weg der Erleuchtung musst du den Pfad Buddhas gehen. Oder Hari Krishna geloben. Oder zumindest diesen Gott da, der das Christentum erschaffen hat. Wofür wir Türme in den Himmel gebaut haben. In jedem Dorf. Nur um ihm näher zu sein.

Egal was du machst, du brauchst jemanden auf den du hochblicken kannst. Egal ob sein Name nun Gott, Buddha, Guru oder sonstwas heißt.

Denn du kannst nicht aus dir selber erleuchtet werden.

Und ich habe einen innerlich einen fatalen Fehler gemacht.

Wenn ich an spirituelle Menschen denke, dann denke ich an moderne Hippies, die sich zu nichts committen, frei sind, mal hier mal da sind. Auf Festivals fahren.

Aber wenn ich mir das genauer anschaue. Egal ob es jetzt ein buddhistischer Tempel ist in Thailand oder ein Kloster in der Pfalz. Dort herrscht strengste Disziplin.

Beten, Meditieren, Sauberkeit, Ordnung. Alles hat seinen rechten Platz und die Umgebung wirkt irgendwie kühl. Klar. Bieder.

Nur um sich noch besser seinem Gott, seinem Guru widmen zu können.

Dabei stelle ich gerade fest, dass du weder ein moderner Hippie sein musst, noch an einem Guru oder Gott zu glauben, um spirituell zu sein.

Was für eine Erleichterung für mich. Ich darf auch spirituell sein ohne Guru.

Sauberkeit und Ordnung

Leider stelle ich fest, dass eine Sache jedoch stimmt. Egal wo, ob bei mir zu Hause, im Tempel oder im Kloster. Ordnung und Sauberkeit hat scheinbar was mit Spiritualität zu tun. Um innerlich klarer zu sein.

Schade. Denn das bedeutet, dass ich mein Geschirr nach dem benutzen saubermache, anstatt es ein paar Stunden stehen zu lassen, weil ich schnell weg muss.

Es geht hier dabei um Achtsamkeit und innere Klarheit. Das scheint wichtig zu sein, wenn man spirituell sein möchte.

Aber was es wirklich ist… Wenns keine Hippies sind, die nach Indien reisen und meditieren. Und auch nicht unbedingt Mönche oder Nonnen in ihren Tempeln sind. Was ist es dann?

Irgendwas mit Achtsamkeit, Bewusstsein und innerer Klarheit. Hört sich irgendwie machbar an, oder?

Vielleicht kann ich ja irgendwann mal doch noch erleuchtet werden. Im Hier und Jetzt. In Deutschland. Bei der Arbeit. Unter Freunden. Mit meiner Partnerin. Einfach indem ich bewusster, achtsamer bin. Im Hier und Jetzt.

Cool!

In diesem Sinne

Euer

Torge